Interessante Erotik-NEWS beim Rotlicht-Weblog

Auf unserem Rotlicht Weblog findest Du in loser Folge interessante Artikel aus dem Themenbereich Erotik. Schau einfach mal rein :

Kleine Anfrage der Linken bleibt unbeantwortet – AFD gibt sich arbeitsam „Die Regierungen der Bundesländer haben es bislang nicht auf die Reihe bekommen, das im letzten Jahr verabschiedete Prostituiertenschutzgesetz auch nur annähernd zu bearbeiten.“ Genau mit diesem Satz begann unser Blog-Beitrag vom 10.02.2017. Und an dieser Aussage hat sich nichts geändert – im Allgemeinen und speziell für Mecklenburg-Vorpommern. Neu ist, dass der Landtagsabgeordnete Peter Ritter (Die Linke) am 22. Februar eine Kleine Anfrage (10 Fragen) zur „Umsetzung des Gesetzes zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ an die Landesregierung stellte. Der Termin für die Beantwortung gemäß § 64 Absatz 1 GO LT war der 9. März. Das war vor knapp 20 Tagen. Die Antword blieb aus. Ein Unding. Was die Landesregierung beantworten konnte, ist die gerade eingereichte Kleine Anfrage der AfD (vom 22.03.2017). Allerdings war das auch nicht schwer. Da wollte nämlich der Abgeordnete Holger Arppe wissen, wie es um die Aktuelle „Situation der Prostitution in Mecklenburg-Vorpommern“ bestellt ist. Naja, eigentlich stehen da nur Fragen zur Anzahl der Bordelle, Modellwohnungen und Prostituierten sowie zum Stand in Sachen Zwangsprostitution. Die Fragen sind genauso altbacken wie die Antworten auch. Das wussten wir doch alles schon. Hier gibt sich die „Alternative“ arbeitsam, hat aber eigentlich nichts Sinnbringendes gekonnt. Tolle Fraktionsarbeit. Großes Kino! Was wollte man damit bezwecken? Die eigentlich wichtigen Fragen zur Umsetzung des ProstSchG werden gar nicht angegangen. Aber genau das sollte im Vordergrund stehen. Da fällt mir ein: Vielleicht hoffen die Länder ja, dass die Verfassungsbeschwerde von „Dona Carmen“ erfolgreich sein wird. Dann ist klar, warum sie scheinbar nicht an der Umsetzung des ProstSchG interessiert sind.   Hier findet ihr die Kleinen Anfragen als pdf: – „Aktuelle Situation der Prostitution in Mecklenburg-Vorpommern“ – Keine Anfrage (7/Dr273) von Holger Arppe (AfD), Landesregierung (Ministerium für Inneres und Europa), samt Antwort  – „Umsetzung des Gesetzes zur Regulierung [...]
ZDF-Reportage mit Anstaltsarzt und Schauspieler Joe Bausch   Das Zweite Deutsche Frensehen hat eine neue Reportage über den berüchtigten ehemaligen Zuhälter Andreas Marquardt produziert. In diesem Film von Anne Beer und Christian Bettges führt uns der bekannte Schauspieler und Leitender Regierungsmedizinaldirektor Joe Bausch durch das Leben des einstigen Luden, verurteilten Straftäters und Kampfsportlers Andreas Marquardt. Natürlich kommt auch der 1956 geborene Berliner Marquard umfangreich in Interviews und Gesprächen zu Wort. Der Film ist u.a. in der ZDF-Mediathek zu sehen.   Weiteres zu und über Andreas Marquardt:„Härte – Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt“ Autobiografie Andreas Marquardt und Jürgen Lemke Ullstein Taschenbuch, 2006 „Ohne Skrupel – Die Geschichte eines Zuhälters“ Reportage aus dem Jahr 2007 „Härte“ Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim Rosa von Praunheim Filmproduktion, 2015 
Baupläne lösen stadtweite Grundsatzdiskussion über Prostitution aus.   Überall wo über Sexarbeit diskutiert wird, ist eines zu beobachten: Prostitutionsgegner verlieren beinahe immer den Sinn für ein faires und unvoreingenommenes Miteinander. Da wird fern von Fakten und Grundrechten Simmung gemacht. Allen voran steht die einzelne Meinung. Klischees und Vorurteile werden inflationär verbreitet. Es wird pauschal mit Schlagworten und Scheinargumenten wie Zwangsprostitution, Anstieg von Kriminalität oder Traumatisierung minderjähriger Anwohner – ja sogar das Frittenbuden-Gleichnis taucht wieder auf – um sich geworfen. Evidente Daten, echte Statistiken und Gegenargumente dringen erst gar nicht ins Gehör ein. Und eine Empathie für die realen Sorgen und Nöte der Sexdienstleister_innen? – völlig fehl am Platz. Denn kaum ein Abolitionist will ernsthaft erkennen, dass Prostituierte gleichberechtigte, handlungsfahige, selbstbestimmte, ja gar mündige Berufsttätige sind. Nein, das würde ja das eigene Moralverständnis untergraben. Außerdem hieße das gleichwohl, dass der herrschsüchtige und machtbesessene Freier gar nicht so böse und widerlich ist, wie es das mühevoll konstruierte Menschenbild will. So seit Jahresbeginn geht es so auch in der Hansestadt Bremen zu. Auslöser: Planungen eines Betreibers in der Neustadt, genauer in der „Oelkers-Villa“ in der Duckwitzstraße, ein Bordell zu eröffnen.   Radiobremen hat sich umfangreich mit dem öffentlichen Protest auseinandergesetz. Im folgenden finden sich die Links zu den Gesprächen und Interviews der Sendereihe „Nordwestradio“:  Vorberichte: „Gibt es gute Prostitution?“ – Gespräch mit Stephanie Klee (BesD) http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/gute-prostitution100-popup.html „Prostitution verbieten?“ – Gespräch mit Edda Schneider-Ratz (Anwältin) http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/prostitution-verbieten100-popup.html „Die Leute sollten lockerer sein“ – Interview mit dem Verein Nitribitt (nur in Schriftform) http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/interview-eros-center-bremen100.html   Diskussion im Nordwestradio: „Der richtige Platz für Prostitution“ – 40 Minuten http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/prostitution-bremen102-popup.html   Nachbericht: „NWR Unterwegs“: Geplantes Bordell Bremer Neustadt http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/der-gute-morgen/audio176800-popup.html   eine Übersicht: http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/prostitution-bremer-neustadt100.html   Wie sehr auch den Bremer Prostitutionsgegnern ein sachverständiges Wissen über das Miliueus fehlt und die eigene Meinung höher steht als die Grundrechte („Freiheit der Berufswahl“, „Allgemeines Persönlichkeitsrecht“, „Gleichheit vor dem Gesetz“) von Sexworkern, zeigt die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Hauffe. Also sie zeigt es am eigenen Beispiel auf. So erklärt sie u.a. das [...]
Aufkleber soll Sexworkerinnen Sicherheit signalisieren   Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (kurz DGPFG) ist eine Vereinigung von Frauenärzt_innen, Krankenschwestern, Psycholog_innen, Hebammen und Sozialarbeiter_innen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die sogenannte psychosomatische Medizin, welche den Anspruch hat, Körper und Seele als Ganzes zu betrachten. Und selbsterklärend ist die Zielgruppe das weibliche Geschlecht. Am 20. März nun, hat die DGPFG eine Pressemitteilung veröffentlicht, die sehr interessant für das Rotlichtgewerbe ist. Denn mit der Aktion „Roter Stöckelschuh“ sollen Sexarbeiter_innen in gynäkologischen Praxen „willkommen“ geheißen werden. Ärzte, bringen also einen Aufkleber in ihrer Praxis an und geben sich damit als kompetente Berater aus. Das Projekt wird übrigens in Kooperation mit dem BesD und der Beratungsstelle ragazza durchgeführt. Hier die Presseinformation im Wortlaut:   DGPFG-Stellungnahme Aktion „Roter Stöckelschuh“ startet Sexarbeiterinnen in gynäkologischen Praxen willkommen Dresden/Hamburg, 20. März 2017 – Ab sofort können FrauenärztInnen mit einem schicken Stöckelschuh ein Willkommen für Frauen aus der Sexarbeit signalisieren. Der sichtbar im Eingangsbereich der Praxis angebrachte Aufkleber zeigt: Hier werden Sexarbeiterinnen zu allen gynäkologischen Themen umfassend beraten und betreut. Dazu gehören nicht nur die Krebs-Früherkennung oder die Behandlung von Regelschmerzen, sondern auch spezielle Fragen ihres Berufsalltags sowie fundierte Informationen zu Prävention, Diagnostik und Therapie von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) und die Beratung bei individuellen Problemen. Die Sticker sind Teil einer gemeinsamen Kampagne von FrauenärztInnen und Sexarbeiterinnen, die für einen respektvollen professionellen Umgang mit Sexarbeit in der Praxis wirbt. Initialzündung auf wissenschaftlichem Kongress in Dresden Dass ein solches Angebot fehlt, war eines der Ergebnisse der Podiumsdiskussion „Was hat die Frauenheilkunde mit der Prostitution zu tun?“ im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) Anfang März 2017 in Dresden. Unter der Überschrift „Das Eigene und das Fremde“ wurde eine äußerst aktuelle Thematik reflektiert. Neben den großen Themen Migration und transkulturelle Kommunikation hatte die Prostitution ihren berechtigten Platz. Emotionen und großes Interesse Das Thema Sexarbeit wurde [...]
Geschäftsmodell „Puppen-Escort­Service“ in Deutschland und der Schweiz…   Dass die Japaner in Sachen Geschmack und Lifestyle sehr eigensinnig sind, ist hinlänglich bekannt. So verwundert es auch kaum einen mehr, dass im Staate Nippon mit Puppen-Bordellen Geld zu machen ist (siehe unseren Blog-Beitrag vom 12.06.2012). Aber auch die Europäer scheinen der Idee nicht ganz abgeneigt zu sein. Sicherlich hat das damit zu tun, dass die Menschenattrappen immer realistischer werden. Zumindest in Sachen Haptik und Anatomie. Über die Körpermaße einiger der sogenannten Realdolls lässt sich hingegen streiten. Aber vielleicht ist auch das ein Pluspunkt. Die Welt des sexuellen Fetischismus ist ja vielfältig… . Zu kaufen gibt es ja den vermeintlichen Frauenersatz seit eh und jeh. Ob es sich dabei nun um jene gruselig drein schauenden, Gummipuppen für ein Paar Euro oder um mehrere tausend teure Silikon-Gespielinnen handelt, der Markt ist nicht klein. Heute ist es sogar möglich, seine Puppe nach den eigenen Wünschen und Phantasien herstellen zu lassen. Es gibt Abbilder echter Pornostars, Nachahmungen bekannter Comicfiguren und und und. Bei all der Vielfalt und der offensichtlich regen Nachfrage stellt sich schnell eine Frage. Warum nicht ein Dienstleistungs-Business mit den Puppen beginnen? In Deutschland gibt es das bereits. Auf Realdoll-rent.de kann man sich ein solches Fabrikat stunden- oder tagewiese zu sich nach hause liefern lassen. Die Preise unterscheiden sich dabei kaum von jenen für Sexworkerinnen aus Fleisch und Blut. Das Kasseler Unternehmen IntimateMoments hat sich auf den Verkauf von High-End-Silikonpuppen spezialisiert. Bietet seinen Kunden aber ebenso den Servise, eine Liebespuppe für eine Nacht zu testen. Seit einigen Monaten haben auch zwei junge Schweizer die RealDoll und BoyToy Liebespuppen von des Marktführers ABYSS Creation für sich entdeckt. Der Kunde kann hier entweder eines der diversen Modelle kaufen oder aber den Escortservice nutzen – übrigens der landesweit einzige. Und die Nachfrage ist da. Bereits mehrere Zeitungen sind auf die Gründer [...]
Bereits 20.000 Euro an Spendengeldern eingegangenEs geht voran mit der Verfassungsbeschwerde gegen das im Juli in Kraft tretende Prostituiertenschutzgesetz. Denn am 3. März (verschoben vom 24.02.) fand diesbezüglich in Frankfurt/Main das dritte bundesweite Koordinierungstreffen statt (siehe Vorbericht). Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Dona Carmen e.V., der die Ergebnisse des Treffens mittlerweile auch auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Darin heißt es u.a., dass man bislang insgesamt knapp 20.000 Euro an Spendengeldern für die Verfassungsbeschwerde erhalten habe. Dona Carmen zeigte sich erfreut über die allgemein große Zustimmung. Das gelte auch für die Bereitschaft zur Unterzeichnung der Verfassungsbeschwerde seitens der Sexarbeiter/innen, Betreiber/innen und Prostitutionskunden. „Nichtsdestotrotz sollten noch Bemühungen unternommen werden ggf. männliche Sexarbeiter sowie Prostitutionskundinnen für die Verfassungsbeschwerde zu gewinnen“, erklären die Initiatoren. Ganz klar positionierte man sich zur Überlegung einer Einmischung in die Umsetzung des Gesetzes. Dies wurde von den Mitwirkenden klar verneint. Denn zum Einen sei eine damit einhergehende Schadensbegrenzung nicht zu bewirken. „Das Gesetz selbst sei bereits der größte anzunehmende Schaden“, heißt es. Zum Zweiten wäre es ein Widerspruch, „gegen das Gesetz und für dessen Umsetzung zu sein“. Der mit der Ausarbeitung einer Verfassungsbeschwerde beauftragte Rechtsanwalt Meinhardt Starostik hob indes folgende Kernpunkte dieses außerordentlichen Rechtsbehelfs hervor: – die Pflichtberatungen – die Anordnungsermächtigungen – die Überwachungsbefugnisse – die Kondompflicht – die Kriterien der persönlichen Zuverlässigkeit im Hinblick auf die Erlaubnispflicht. Laut Dona Carmen werde der Entwurf der Verfassungsbeschwerde Ende März vorliegen. Wer mehr erfahren will, findet den ganzen Bericht auf donacarmen.de.   rmv  
Neue Seite zum Prostituiertenschutzgesetz von Voice4Sexworkers und der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit gibt Hilfe und informiert   Die Regierungen der Bundesländer haben es bislang nicht auf die Reihe bekommen, das im letzten Jahr verabschiedete Prostituiertenschutzgesetz auch nur annähernd zu bearbeiten. So ist weder klar, wo sich die Prostituierten ab Juli 2017 anzumelden haben, wer für ihre Gesundheitsberatung zuständig ist (Gesundheitsämter ja oder nein), wie die Polizeibehörden künftig vorzugehen haben etc.pp.. Man bekommt gar den Eindruck, dass sich niemand mit dem Thema beschäftigen will, nötige Regelungen und Verordnungen stets auf morgen verschoben werden.   Beispiel Mecklenburg-Vorpommern: Wir haben bei verschiedenen Stellen/Behörden nachgefragt: – Das kommunale Gesundheitsamt Schwerin teilte uns mit, dass es noch keine Entscheidung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die Zuständigkeiten in puncto Gesundheitsberatung gebe. Somit konnte uns der Fachdienst auch alle anderen damit einhergehenden Fragen nicht beantworten – Seitens des Polizeiinspektion Schwerin verwies man uns an das Sozialministerium und an das Landeskriminalamt. – Keine Antwort vom LKA MV – Keine Antwort vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung – Keine Antwort vom Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit – Keine Antwort (trotz mehrfacher Anfrage; nur eine einzige Vertröstung) von der Schweriner Gleichstellungsbeauftragten. Und das obwohl sie bereits im Oktober 2016 auf einer entsprechenden Diskussionsveranstaltung des Bundes weilte.   Nun gut, die Länder wollten das Gesetz mehrheitlich nicht. Doch der Bund hat entschieden ab Juli 2017 tritt es in Kraft. Und Sexarbeiter_innen und Betreiber müssen sich damit auf viele teils einschneidende Neuregelungen und Verpflichtungen ein- und umstellen. Wie sollen sie das aber bitte bewerkstelligen, wenn die Länder bis heute keinen Plan haben? Daneben gibt es keinerlei staatliche Aufklärungs- bzw. Infomaterialien. Die Betroffenen werden wohl bis kurz vor Schluss allein gelassen. Die Konsequenzen nicht abzusehen.   NRW veröffentlicht Entwurf einer Verordnung zum ProstSchG Einzig das Land NRW hat es geschafft, einen klitzekleinen Entwurf einer Verordnung zu konzipieren. Allerdings [...]
Thema am 09. und 10. Februar 2017: „Das Prostituiertenschutzgesetz“  Das Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig veranstaltet vom 09. bis 10. Februar 2017 eine internationale und interdisziplinäre Tagung mit dem Thema „Das Prostituiertenschutzgesetz“. Laut Veranstaltern soll das Gesetz einer „kritischen Analyse unterzogen“, die „Implementierungsstrategien herausgearbeitet“ und die „Umsetzungsprobleme der Länder besprochen“ werden. „Fokus und roter Faden der Tagung soll dabei die Frage nach dem bestmöglichen Schutz von Sexarbeiter*innen sein“, heißt es auf der Webseite gleichstellung.uni-leipzig.de. Apropos kritische Auseinandersetzung: gleich zu Beginn unterläuft den Verantwortlichen ein nicht unerheblicher Fehler. Da heißt es: „[…] soll das 2016 reformierte Prostitutionsgesetz, das seither den verheißungsvollen Namen Prostituiertenschutzgesetz trägt,[…]“ Aber: das Prostitutionsgesetz wurde nicht reformiert und in Prostituiertenschutzgesetz umbenannt! Ersteres (von 2002; offiziell: „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“) wird weiterhin Bestand haben, wird sogar im Paragraphen abgeändert. Letzteres heißt offiziell „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ und tritt einfach nur zusätzlich in Kraft. Naja, bleibt zu hoffen, dass man bei der morgen beginnenden Veranstaltung, inklusive Vorträge und Workshops, besser vorbereitet ist. Davon gehe ich aber aus, immerhin sind die Referenten keine Unbekannten. Angekündigt sind u.a. Ban Ying, KOK, Terre des Femmes, BesD und Doña Carmen. Zur Ankündigung geht es hier: http://www.gleichstellung.uni-leipzig.de/veranstaltungen/tagung-prostituiertenschutzgesetz/  rmv
Sprung aus dem zweiten Stock als Arbeitsunfall anerkannt – Sexarbeiterin ohne schriftlichen Arbeitsvertrag bekommt Unfallversicherungsschutz zugesprochen„Ist eine Prostituierte selbstständig oder angestellt? Von der Antwort hängt ab, ob sie bei einem Unfall versichert ist. Ein Gericht entschied nun für eine Frau, die vor ihrem rabiaten Zuhälter geflohen ist“, schrieb am Freitag „Spiegel Online“. Hintergrund war ein Rechtsstreit zwischen einer osteuropäischen Prostituierten, die 2012 in einer Hamburg Modellwohnung anschaffen ging, und der Berufsgenossenschaft. So war die Klägerin vor ihrem gewalttätigen Zuhälter aus dem Fenster geflohen, wobei sie sich schwer verletzte (Mehrfragmentfraktur). Noch heute sei sie aufgrund der erlittenen Verletzung arbeitsunfähig. Weil sie aber weder als selbstständige Unternehmerin tätig war noch einen Arbeitsvertrag vorweisen konnte – noch dazu war ihr gar nicht erlaubt in Deutschland zu arbeiten, sie besaß in diesem Zeitraum lediglich ein Touristenvisum – verwehrte man ihr den Schutz der beruflichen Unfallversicherung. Im Prozess der bereits im Juli 2016 beendet und im August für rechtskräftig erklärt wurde (das Urteil ist unter dem Aktenzeichen: S 36 U 118/14 veröffent), entschied das Hamburger Sozialgericht allerdings zugunsten der Prostituierten.  Das Gericht begründete sein Urteil wie folgt: „[…] Die Klägerin war zum Zeitpunkt auch versicherte Person, da sie als Prostituierte in Hamburg einer Beschäftigung nachgegangen ist. Nach § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB IV ist Beschäftigung die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Ein Arbeitsverhältnis wird grundsätzlich bei Vorliegen eines gültigen Arbeitsvertrages angenommen, wobei dieser keine konstitutive Bedeutung hat, sondern es auf die tatsachlichen Verhältnisse ankommt (BSG, Urteil vom 04. Dezember 1958, Az. 3 RK 3/56; BSG, Urteil vom 29. September 1965, Az. 2 RU 169/63). Der Begriff des Beschäftigungsverhältnisses ist daher weiter als derjenige des arbeitsrechtlichen Arbeitsvertrages, wenn auch eine Beschäftigung stets anzunehmen ist, wenn nach arbeitsrechtlichen Grundsätzen ein Arbeitsverhältnis besteht. Es kommt daher für das Vorliegen einer Beschäftigung nicht auf den Abschluss eines wirksamen Arbeitsvertrages, [...]
Mal wieder eine neue Reportage/Dokumentation über das Rotlicht veröffentlicht… Ende Januar übertrug die Neuen Zürcher Zeitung in ihrer Doku-Reihe „NZZ Format“ einen 30-minütigen Fernsehbeitrag mit dem Titel „Sexarbeit. Verbot oder Toleranz“. Zu Wort kam unter anderem Undine de Rivière. Wer die Dokumentation in voller Länge ansehen will, der findet sie unter https://www.nzz.ch/sonntags-doku-sexarbeit-ld.141994 Unter folgendem Link ist auch ein download möglich: http://www.nzzformat.ch/108+M577ace17cbc.html

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