Interessante Erotik-NEWS beim Rotlicht-Weblog

Auf unserem Rotlicht Weblog findest Du in loser Folge interessante Artikel aus dem Themenbereich Erotik. Schau einfach mal rein :

Am heutigen Freitag hat der NDR einen Artikel von Jörn Schaar unter dem Titel „Streit um Schutz für Prostituierte“ veröffentlicht. Thema ist vordergründig die Gesetzeslage zur Sexarbeit aber ebenso Frauenhandel, Ausbeutung und Gewalt am Beispiel Schleswig Holstein. Obwohl ich mal wieder finde, dass zu sehr eine Vermischung von Menschenhandel und Sexarbeit stattfindet, ist der Artikel insgesamt aber in Ordnung. So geht der Autor auch auf die durch das kommende ProstSchG nahenden Datenschutz- und Grundrechtsverletzungen sowie die zu erwartenden Zwangsoutings und Stigmatisierungen ein. Auch wenn er dabei nur an der Oberfläche der Problematik kratzt… Der Ganze Text sowie ein kurzer Audiobeitrag ist über folgenden Link zu erreichen: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Streit-um-Schutz-fuer-Prostituierte,prostituiertenschutzgesetz100.html
„Positiv zusammen leben“ – gegen Ausgrenzung und für mehr Solidarität   Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind es in Deutschland 85.000. Etwa 30.000 Menschen sind seit Anfang der 1980er Jahre in der Bundesrepublik an den Folgen von AIDS gestorben. Das es nicht noch viel mehr sind, ist im Besonderen auch der Forschung, der immer besseren Medikation und der zahlreichen Aufklärungskampagnen zu verdanken. Doch obwohl das Humane Immundefizienz-Virus sowie das Acquired Immune Deficiency Syndrome so gut erforscht sind, kursieren zahlreiche Vorurteile und Halbwahrheiten umher. Betroffene bzw. erkrankte werden noch immer mit Stigmatisierungen und Ausgrenzungen konfrontiert. Um hier präventiv einzugreifen, sind Maßnahmen sowohl für Jugendlichen als auch für volljährige Bundesbürger erforderlich. In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Höhepunkt ist der Welt-AIDS-Tag, am 01. Dezember. Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ soll die diesjährige Kampagne gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV aufmerksam machen. Sie will Solidarität fördern und Mut machen.   Mehr Informationen zu HIV/ AIDS unter: https://www.welt-aids-tag.de/ www.liebesleben.de Facebook: https://www.facebook.com/WeltAidsTag) und Twitter: @weltaidstag.de   Auch in MV informieren am morgigen Donnerstag wieder verschiedene Beratungsstellen rund ums Thema. Unter anderem sind das:   Wismar Die AIDS-Hilfe Westmecklenburg bietet von 9 – 12 Uhr Beratung zu Sexualität, HIV und AIDS, Geschlechtskrankheiten 15 – 17:30 Uhr Anonyme HIV-Schnelltests 15 – 18 Uhr einen Informationsstand am Rathaus: „Wismar zeigt Schleife“ „In den frühen Abendstunden wird eine große AIDS-Schleife aus Stoff und Lichtern in der Fußgängerzone nachgebildet. Sie soll das Bewusstsein für die noch immer tödliche Infektion wecken. Die AIDS-Schleife ist das Zeichen der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS. Sie symbolisiert die Verbundenheit mit den mit HIV Infizierten, den bereits an AIDS Erkrankten und denen die in Folge der Infektion verstorbenen sind. Sie steht als internationales Zeichen für [...]
Lokalpolitiker stoßen sich an Anti-Aids-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung   Am vergangenen Dienstag hat die Greifswalder CDU-Bürgerschaftsfraktion einen offenen Brief an den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe veröffentlicht. Darin beschweren sich die Christdemokraten gegen eine Plakataktion zur Aids- und HIV-Prävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie das Nichthandeln des Greifswalder Bürgermeisters. So wären auf den Plakaten obszöne Comics abgebildet, die durch eine Darstellung „pornografisch akrobatischer“ Handlungen entwicklungsschädigend für Kinder und Heranwachsende seien. Unter anderem heißt es in dem Brief: „Darstellungen in dieser Form widersprechen einem altersabhängigen Verständnis in der Entwicklung von Kindern und senken die Schwelle der Heranwachsenden für Pornographie und Umgang zu diesem Themenkreis unter einander.“ „Die Darstellung von zwei unbekleideten Menschen, die auf einem Nachttisch offensichtlich kopulieren, hat im öffentlichen Raum (Weg zum Kindergarten, Schulweg, Spielplatz usw.) nichts zu suchen. Wir halten daher ein Eingreifen des Oberbürgermeisters als Ordnungsbehörde für angezeigt, da durch die öffentliche Darstellung der Sexszenen eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 119 Abs. 3 OWiG gegeben ist.“ sowie „In dieser Comicform stellen die Plakate auch eine Verharmlosung der Aids-Erkrankung und der HIV-Infektion dar. Die Aids-Krankheit stellt noch in vielen Ländern ein Todesurteil dar und ist auch in Deutschland nicht heilbar. Aids –Prävention muss der Ernsthaftigkeit dieses Thema und dem Schicksal der Betroffenen gerecht werden, sie ist damit keine Spaßthematik.“ Aber was ist denn nun wirklich auf den Plakaten der „LIEBESLEBEN-Kampagne“, wie sie offiziell heißt, abgebildet? Seht einfach selbst: http://www.liebesleben.de/ oder http://www.bzga.de/infomaterialien/?sid=349 Ich will die Comics jetzt gar nicht groß analysieren. Nur was daran pornografisch sein soll, erschließt sich mir einfach nicht. Weder sind dort Geschlechtsteile abgebildet (nicht einmal Brüste kann man sehen) noch ist dies in irgendeiner Weise irritierend bzw. entwicklungsschädigend für Kinder. Ich kann auch einfach nicht erkennen, was daran grob anstößig sein soll. Wo bitte leben wir denn? Im Mittelalter? Das einzige was ein 5-Jähriger hier fragen/sagen würde, ist: „Guck mal: ein Nackedei“. Letztendlich gehen Kinder [...]
Sie nennt sich Schwesta Ewa und mach seit einigen Jahren als Rapperin auf sich Aufmerksam – die 32-jährige Frankfurterin Ewa Müller. Nun sitzt die gebürtige Polin in U-Haft. Der Vorwurf: sie soll mehrere weibliche Fans wirtschaftlich abhängig gemacht und dann in die Prostitution geschickt haben. Laut Medienberichten seien die Opfer zwischen 17 und 19 Jahre alt. Da sich bisher alle Medien auf Informationen der BILD berufen, sollte man in der Sachlage noch etwas Vorsicht walten lassen. Menschenhandel ist schließlich eine ernst zu nehmende Straftat. Und BILD und Ernsthaftigkeit. Ich weiß ja nicht. Dennoch, Schwesta Ewa ist keine Unbescholtene bzw. Millieufremde. Selbst verdingte sie sich über 10 Jahre lang als Prostituierte vor allem in Frankfurt am Main. Über den Anfang ihrer Millieu-Arbeit gibt es allerdings widersprüchliche Informationen. So erzählt sie in manchen Interviews, schon mit 16 begonnen zu haben. In Anderen erklärt sie, sich erst seit ihrer Volljährigkeit zu prostituieren. Gegenüber Hiphop.de erklärte sie gar, dass sie als Minderjährige zwei Freundinnen für sich arbeiten lassen hat. Sie war also selbst schon einmal Zuhälter? Angeblich habe sie deswegen in Kopenhagen in Haft gesessen. Ewa machte wegen Drogenbesitzes und -verkaufs in ihrer Schulzeit von sich reden, war Jahrelang abhängig. In Familie und Umfeld gab es wenig Geborgenheit. Ihr Vater kam schon vor ihrer Geburt wegen Mordes ins Gefängnis. Auch ihr Bruder saß bereits eine Haftstrafe ab. In Frankfurt musste sie, wie sie es auch in ihren Liedern besingt, einiges Leid durch kriminelle Freier erfahren. Ihr Bekanntschaften taten im Laufe der folgenden Jahren das Übrige. Darunter ihr Platten-Boss Xatar, der u.a. wegen Raubes, Körperverletzung und Jugendgefährdung verurteilt wurde. Schwesta EWA schlägt selbst auch gerne zu. Anfang 2015 geriet sie wegen einer Prügelattacke in die Schlagzeilen. Und jeder konnte es sehen, denn ein Kamerateam von „Spiegel TV“ hatte den Eklat mit der Kamera festgehalten. Aber auch schon vorher [...]
Morgenpost Sachsen GmbH hält nichts von HIV-Prävention   Gleich mal klargestellt: hier soll keine Negativkampagne gegen einen Konkurrenten gemacht werden. Meine Intention ist einzig Kritik zu äußern, an einer leichtfertigen, mir suspekten und bald schon strafbaren Werbemaßnahme. Dann los… Allein schon aus marktstrategischen Gründen, schauen wir uns regelmäßig die Websites der Mitbewerber in der Erotikportal-Landschaft an. Immerhin will man ja konkurrenzfähig sein und bleiben. So kam es, das wir auf der der Seite liebe24.de landeten. Interessant dabei: „Liebe24 – Dein Erotikportal Escorts, Hostessen & Hobbyhuren“ ist ein Angebot der Morgenpost Sachsen GmbH, welche wiederum zur DDV Mediengruppe gehört. Prestigeprojekt der DDV ist übrigens die Sächsische Zeitung. Aber zurück zu Liebe24 und hin zur Beanstandung. Nettes Portal, schöne Frauen, tolle Fotos und dann das: AO-Inserate, heißt Werbeanzeigen von Frauen, die ungeschützten Sex anbieten. Ja!, sollen sie doch selber wissen, wie sie mit ihrer Gesundheit umgehen. Ob sie sich der Gefahr aussetzen, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren, ist ihre Sache. Leichtsinnig und blauäugig ist es aber dennoch. Immerhin steht man ja auch in der Verantwortung gegenüber seinen Sexualpartnern. Und mit HIV, Syphilis, Tripper und Co. ist nicht zu Spaßen. Jetzt mag der eine oder andere vielleicht sagen, auf Rotlicht-MV.de gibt es sowas ja auch. Nicht ganz. Wir haben uns dazu entschieden, keinen Sex ohne Schutz zu bewerben. Was die Frauen dann allerdings in ihren vier Wänden treiben, ist ihre Sache. Das können und wollen wir ihnen nicht vorgeben. Allerdings findet man bei uns ab und zu Inserate mit Angeboten zum Oralverkehr ohne Gummi. Mehr nicht! Ja, auch da besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr sich zu infizieren, das wissen wir. Französisch natur findet man bei uns auch nicht mehr lange… Warum die Betreiber von Liebe24 AO-Verkehr bewerben, weiß ich nicht. Letztendlich sind solche Inserate gesetzlich nicht verboten. Zumindest noch nicht! Ab Juli 2017 ist damit Schluss, dann [...]
ProstSchG ist ein „lupenreines Repressions-Gesetz – unsere Grundrechte werden ausgehebelt!“   Seit den ersten Entwürfen des im September beschlossenen ProstSchG zeigte sich der „Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten“ Dona Carmen e.V. als einer dessen aktivsten Gegner. Eigentlich sogar noch weit vorher. Schließlich strebt unsere Bundesregierung unter Merkel schon seit 2005 die Verabschiedung eines derart repressiven Gesetzes an. Da waren u.a. 2013 der Entwurf eines „Gesetzes zur Bekämpfung des Menschenhandels und Überwachung von Prostitutionsstätten“ oder 2014 der Entwurf des sogenannten „Prostitutionsregulierungsgesetzes“. Während beide Vorgänger – man darf sich übrigens wie beim ProstSchG nicht von deren Namensgebung täuschen lassen – scheiterten, hatte das Prostituiertenschutzgesetz Erfolg. Am 23. September 2016 stimmte der Bundesrat dem Beschluss des Deutschen Bundestages über das „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“, wie es eigentlich heißt, zu. Der Gau für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen war damit perfekt. Doch bei Dona Carmen gibt man sich nicht geschlagen. So strebt die Beratungsstelle nun eine Verfassungsklage an. Wie es in der Erklärung auf donacarmen.de heißt, würden, träte das ProstSchG wie geplant am 1.07.2017 in Kraft, mehrere Grundrechte ausgehebelt: ► verletzt wird Art. 12 Grundgesetz („Freiheit der Berufswahl“) durch eine die berufliche Mobilität einschränkende diskriminierende Meldepflicht, einen stigmatisierenden Hurenpass und jederzeitige, anlasslose Überwachung; ► verletzt wird Art. 13 Grundgesetz („Unverletzlichkeit der Wohnung“) durch jederzeitige Überwachung von „Orten“, an denen der Prostitution nachgegangen werden kann (gemeint sind damit auch Privatwohnungen…); ► verletzt wird Art. 2 Grundgesetz („Allgemeines Persönlichkeitsrecht“) durch Zwangsouting im Rahmen einer Meldepflicht für Prostituierte, durch Einführung eines Ausweisdokuments speziell für Prostituierte („Hurenpass“) etc.; ► verletzt wird Art. 3 Grundgesetz („Gleichheit vor dem Gesetz“) mittels durchgängiger gewerberechtlicher Ungleichbehandlung.   Als Rechtsbeistand konnten die Frankfurter Meinhard Starostik, Richter am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, gewinnen. Im Dezember soll ein erster Entwurf für die Verfassungsklage präsentiert werden. Bis dahin ruft Dona Carmen Gleichgesinnte dazu auf, [...]
Es bleibt dabei: Regelungen treten am 1. Juli 2017 in Kraft Am 23. September 2016 hatte der Bundesrat dem Beschluss des Deutschen Bundestages über das „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ zugestimmt. Nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten wurde das Gesetz in der vergangenen Woche nun im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und damit verkündet. Danach werden die neuen Regelungen am 1. Juli 2017 in Kraft treten. Für bereits tätige Prostituierte und Betreiber/innen gelten bis zum 31. Dezember sogenannte Übergangsregelungen. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werde mit jenem „Prostituiertenschutzgesetz“ erstmals fachgesetzliche Rahmenbedingungen für das Betreiben von Prostitutionsgewerben und für die Ausübung der Prostitution in Deutschland eingeführt. Das das aus unserer Sicht Quatsch ist, haben wir hier im Blog immer wieder diskutiert (siehe hier). Dieser Meinung sind vor allem auch der Großteil der Fachberatungsstellen sowie viele unabhängige Verbände und Institutionen (siehe Liste). Eine, die von diesem Blödsinnsgesetz in den besten Tönen spricht, ist die zuständige Bundesministerin, Manuela Schwesig (SPD). Auch aktuell zeigt sie sich wieder erfreut. So erklärt sie auf bmfsfj.de: „Das Gesetz ist ein wichtiger und überfälliger Schritt für die Menschen, die in der Prostitution tätig sind. Wir haben über dieses Gesetz lange diskutiert. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Lösung gefunden haben. Ich möchte dafür werben, dass die Länder das Gesetz nun mit Leben füllen und die notwendigen Schritte für die Umsetzung zügig auf den Weg zu bringen.“ „Mit Leben füllen“, so kann man es auch ausdrücken, wenn man als Bundesministerium ein Gesetz erlässt und sich bei dessen Umsetzung dann komplett heraushält indem man die Länder in die Verantwortung zieht. Das Prostituiertenschutzgesetz könnt Ihr hier downloaden.   rmv
Bayerische Justiz untersagt Webcam-Girl die Sexarbeit Vom Prostituiertenschutzgesetz sind sie nicht betroffen: Webcam-Girls. Damit können sie auch weiterhin ihr Geld als Sexworkerinnen verdienen ohne von jenen kriminalisierenden und stigmatisierenden Auflagen eingeschränkt zu sein. Ähnlich verhält es sich auch in Bezug auf die Sperrbezirksverordnungen der Länder, deren Grundlage das Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch, Art 297 Verbot der Prostitution, ist. Webcam-Girls können sich glücklich schätzen… Aber Pustekuchen! Das Landratsamt Mühdorf am Inn (Bayern) hat es nun vorgemacht. Denn das Gericht hatte in einem Streitfall (Februar/März 2016) entschieden, dass die betroffene „Natalie Hot“ ab sofort nicht mehr in ihren Privaträumen arbeiten darf. Nachbarn hatten sich über Ruhestörungen beschwert und es folgte ein Prozess. Neben der unterstellten Lärmbelästigung wurde dem Camgirl erläutert, dass sich ihr Grundstück laut Bebauungsplan der Gemeinde in einem Gebiet befände, in welchem Gewerbebetriebe generell nicht zulässig seien. Natürlich! Mal wieder waren prüde und sexuell verklemmte Anwohner mit im Spiel… Garantiert ein Fall von Ideeller Emission. Diese tritt auf, wenn sich Spießbürger allein von der Existenz von Sexarbeit in ihrer Nachbarschaft gestört fühlen. Denn, dass die Beklagte reel durch Ruhestörung aufgrund ihrer Arbeit vor der Cam negativ in Erscheinung trat, bezweifle ich hier mal ganz stark. Und was soll das wieder mit dem Baurecht? Wenn solche albernen Handhabungen Schule machen, dann könnte das bald ein Freibrief für weitere Klagen sein. Dann werden bald kaum noch gewerbliche Webcam-Nutzer in heimischen Gefilden arbeiten dürfen. Eine Anzeige wegen Ruhestörung reicht. Anzeigenfreudige Mitbürger, die ein perönliches Problem mit Sexarbeit jedweder Form haben, gibt es ja genug… Natalie Hot hat das ganze Urteil auf facebook eingestellt. Hier gehts zu ihrem Profil. Und sogar die Schweriner Volkszeitung berichtete heute über den Fall: „Webcam-Girl darf nicht mehr Zuhause arbeiten“   rmv
Für alle Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, die sich noch nicht mit dem 2017 in Kraft tretenden ProstSchG beschäftigt haben: nun hat auch die Rostocker Beratungsstelle SeLA eine komprimierte Zusammenfassung der neuen Regelungen zusammengestellt. Auf fhf-rostock.de erfahrt ihr die wichtigsten Punkte zu Anmeldepflicht und Anmeldebescheinigung, zur Gesundheitsberatung sowie zur Kondompflicht. Leider halten sich die Sozialarbeiter von SeLA mit Kritik am Gesetz für mein Verständnis etwas zu sehr zurück. So heißt es z.B., dass „aus Beratungsstellenperspektive derzeit nur wage Vermutungen geäußert werden können, wie und ob die gesetzlichen Regelungen die Arbeits- und Lebenssituation von Sexarbeiter*innen verbessern.“ Das Eintreten der häufig prognostizierte Verschlechterung der Arbeits- und Lebensverhältnisse, bleibe laut SeLA offen. Da ist man in Rostock aber mal sehr optimistisch…   rmv  
Barbara Steffens: „Prostituierte werden durch neues Gesetz wieder vermehrt in Illegalität getrieben“ Die Nordrhein-Westfälische Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) hat über ihr Ministerium öffentlich Stellung zum verabschiedeten Prostituiertenschutzgesetz (genauer: Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen) bezogen. In einer Pressemitteilung bezeichnete sie dieses als Rückschlag und als Schaufenstergesetz. So erwecke es Erwartungen, die nicht erfüllt werden können. Steffens wirft dabei sowohl Bundesregierung als auch Bundestag vor, das einhellige Votum wichtiger Verbände ignoriert zu haben. Ferner werde die Arbeit der Deutsche Aidshilfe in Frage gestellt und Prostituierte würden vermehrt in die Illegalität getrieben werden.   Die Pressemitteilung im Wortlaut: Ministerin Steffens: Prostituierte werden durch neues Gesetz wieder vermehrt in Illegalität getrieben – das macht sie schutzlos und für Hilfe nur schwer erreichbar Als „Rückschlag für all diejenigen, die sich für mehr Selbstbestimmung von Menschen in der Prostitution einsetzen und sich gegen ihre Diskriminierung wenden“, bezeichnet die nordrhein-westfälische Emanzipationsministerin Barbara Steffens die heutige Verabschiedung des Prostituiertenschutzgesetzes durch den Bundesrat. Zwar sei es richtig und überfällig, Bordelle zu konzessionieren, um bessere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und menschenverachtenden Formen der Prostitution entgegenzutreten. „Wer aber glaubt, Menschen, die aus guten Gründen auf Anonymität angewiesen sind, mit Zwangsanmeldung und Zwangsberatung zu schützen, verkennt die Lebenswirklichkeit und läuft Gefahr, viele Prostituierte in die Illegalität zu treiben. Dort sind sie aber für Unterstützung und Hilfe kaum mehr erreichbar,“ so die Ministerin. Barbara Steffens bedauert, die Bundesregierung, aber auch der Bundestag hätten das einhellige Votum wichtiger Verbände ignoriert. Nicht nur der deutsche Juristinnenbund habe schon frühzeitig erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken geltend gemacht; auch der Deutsche Frauenrat („Kontrollfuror, der auf eine Überforderung der zuständigen Behörden hinausläuft“) oder die Diakonie („Anmeldepflicht zur Umsetzung der sinnvollen Ziele völlig ungeeignet“) hätten immer wieder vor dem eingeschlagenen Weg der Repression und Kontrolle einer hoch stigmatisierten Gruppe gewarnt. Nicht zuletzt werde, so auch die Deutsche [...]

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